Die Geschichte des Kartenlegens

Tarot - Orakel - Kartenlegen - Kartomantie

Kartenlegen ist heute mehr gefragt, denn je.

Lass dich von mir inspirieren, dir auch mal eine Sitzung zu gönnen ;-)

Ich bin mir sicher, du wirst angenehm überrascht und überzeugt sein!


Kartenlegen/Kartomantie ist das Wahrsagen mit Hilfe von Karten und hat eine Jahrhunderte lange Tradition. Es befriedigt seit Urzeiten die Sehnsucht der Menschen nach Offenbarung der Zukunft und des eigenen Schicksals.

Hierbei ist nicht nur das Tarot Deck gemeint, sondern auch Wahrsagekarten, Orakelkarten oder viele Arten von Spielkarten.
Der Methode des Wahrsagens aus Tarot- und Orakelkarten wird ein hohes Alter nach- gesagt und hat einzigartige Techniken und Kartendecks wie Kipperkarten, Lenormand-karten, Rider Waite Karten, das Crowley Tarot, Osho-Zen Karten, Engelkarten, Skatkarten und unzählig andere Tarot-und Orakelkarten hervorgebracht.

Hier ein paar Beispiele:

Engelkarten D. Cooper
Engelkarten D. Cooper
Kamasutra Tarot
Kamasutra Tarot
I Ging Tarot
I Ging Tarot
Krafttier Tarot
Krafttier Tarot

Beispiel African Tarot
Beispiel African Tarot
Beispiel Traum Tarot
Beispiel Traum Tarot

Der Sage nach entstand die Kunst des Kartenlegens im Reich der Mitte, in China.
Dort wurde im ersten Jahrhundert nach Christi Geburt die Papierherstellung entwickelt, was die Grundlage einer jeden Karte darstellt.

Im antiken Griechenland hingegen pilgerten die Suchenden zu den Orakelstätten der Sibyllen und der Pythia. Delphi war wohl der bekannteste Ort, an dem das Wahrsagen ausgeübt wurde - wobei Wahrsagen immer bedeutete "die Wahrheit suchen"!
Die Botschaft des Orakels verstehen, heißt sich selbst finden!

 

Aus weiteren Überlieferungen weiß man, dass die Kartenlegekunst schon bei den Ägyptern beliebt war. Deren "Seher" setzten gerne Symbolbilder bei der Suche nach der Wahrheit ein. Diese Motive wurden später auf Karten gemalt - das Kartenlegen war geboren.

 

Der Legende nach wurde dann das Kartenlegen von Zigeunern gegen Ende des dreizehnten Jahrhunderts aus Ägypten nach Europa mitgebracht.

Die Zigeuner waren auch das Volk, die am häufigsten die Kenntnisse des Kartenlegen und Wahrsagens von den älteren Familienmitgliedern vermittelt bekamen.

Die Kartenlegerei wird also nicht umsonst als „alter Brauch der Zigeuner“ bezeichnet.

Noch heute sind die Zigeunerkarten mit die bekanntesten und beliebtesten Karten.
Eine Weiterentwicklung davon sind die Kipperkarten.

Beispiel Zigeunerkarten
Beispiel Zigeunerkarten
Beispiel Kipperkarten
Beispiel Kipperkarten

Bereits im vierzehnten Jahrhundert ließ sich der Adel durch Seherinnen und auch Kartenlegerinnen beraten und unterhalten, zumeist jedoch im Verborgenen, da Geistige und Obrigkeiten das Wahrsagen mit Hilfe von Karten zu dieser Zeit verteufelten und es unter hohe Strafen stellten.

Die Hexenverbrennungen, die in den nächsten paar Jahrhunderten in Europa stattgefunden haben, sorgten dafür, dass die Kunst des Kartenlegens mehr order weniger ausgerottet wurde.
Viel Wissen ging dabei verloren...
Aber nicht die Begabungen, denn diese wurden unbewußt von Generation zu Generation immer weiter vererbt. Erst lange Zeit später erreichte die Kartomantie durch Marie Anne Lenormand, bekannt als Madame Lenormand, Anerkennung und Hoffähigkeit, wegen ihren treffsicheren Weissagungen.
Sie ist mit die größte und bekannteste Kartenlegerin aller Zeiten.

Beispiel 1 - Lenormand Karten
Beispiel 1 - Lenormand Karten
Beispiel 2 - Lenormand Karten
Beispiel 2 - Lenormand Karten

Im Alter von 14 Jahren kommt sie auf Umwegen nach Paris, wo sie unter anderem in Astrologie und Mathematik unterrichtet wurde,  was zur damaligen Zeit für Mädchen absolut unüblich war.
In London verbringt sie ungefähr ein Jahr Zeit, um ihre Studien zu vertiefen und macht sich dort als Wahrsagerin bereits einen Namen. Nach kurzer Zeit verläßt sie London wieder und kehrt nach Paris zurück, wo sie auch den Rest ihres Lebens verbringt.

Bereits während der französischen Revolution betätigt sie sich als Wahrsagerin.

Sie legte Ende des 18. Jahrhunderts und Anfang des 19. Jahrhunderts für Napoleon und seinem hohem Adel die Karten. Da sie Napoleons Sturz voraussagte, wurde sie für lange Zeit ins Gefängnis gesperrt.
Zwar kam sie wieder heraus, wurde aber weitere Male wegen ihrer leider richtigen Aussagen eingesperrt. Schließlich endete ihr Leben dennoch sehr schön: Sie wurde sehr berühmt, bekam Anerkennung und starb mit dem damaligen stolzen Alter von 71 Jahren als sehr reiche Frau und Schloßbesitzerin. 

Seit dieser Zeit verbreitete sich das Kartenlegen durch ganz Europa.

Viele Kartenlegerinnen (aber auch Männer!) wurden von Adel, Militär und Großgrund- besitzern aufgesucht. Zwar verschwanden noch so einige Kartenlegerinnen und Leger zu damaliger Zeit wegen "schlechten Vorhersagen", aber im Großen und Ganzen konnten sie fortan völlig legal ihrer Berufung folgen.

Schlimm wurde es noch mal in der Zeit von Adolf Hitler. Da Hitler sich selber sehr stark mit Mystik und Magie beschäftigte (Bestes Beispiel: Runenmagie; Sonnenrad und SS Rune) und daraus auch Kraft schöpfte, hat er sämtlichen Okkultismus (= Esoterik, Geheimes Wissen) bei Todesstrafe verboten.
Kartenlegerinnen und Leger wurden systematisch verfolgt, aber sie verschwanden in den Untergrund. In der Zeit zwischen dem 1. und 2. Weltkrieg wurden wegen der Verbote gerne die Kipper- und Zigeunerkarten verwendet.

Sie waren als Spielkarten "getarnte" Wahrsagekarten.

RIDER WAITE und ALEISTER CROWLEY 

Viele Kartenleger und Kartenlegerinnen benutzen ganz gewöhnliche und herkömmliche Kartenspiele, wie zum Beispiel die Skat- oder Schafkopfkarten.
Die symbolischen Bedeutungen werden dabei im Grunde beibehalten.

Beispiel Rider-Waite Tarot - Kleine Arkana
Beispiel Rider-Waite Tarot - Kleine Arkana

Die Tarotkarten jedoch unterscheiden sich von den gewöhnlichen Kartendecks in einigen Merkmalen.
In  seiner vollständigen Version besteht das Tarotblatt aus 78 Karten, die sich in 2 Hauptgruppen teilen - die großen und kleinen "Arkana". Arkana kommt aus dem lateinischen und bedeutet, wie könnte es anders sein,"Geheimnis".


Beispiel Tarot de Marseille
Beispiel Tarot de Marseille

Ein weiteres, sehr altes und bekanntes Tarotdeck stammt aus Marseille, entstanden Mitte des 18. Jahrhunderts.

Durch den Herkunftsort Marseille trägt es den Namen„Tarot de Marseille“.
Die Abbildungen auf diesen Karten wirken in der Regel sehr grob, die Hauptfarben sind Rot, Gelb, Blau und Grün. Die Zahlenkarten, die so genannten „kleinen Arkana“, stellen die jeweiligen Symbole in der dazugehörenden Anzahl dar, ohne weitere bildhafte Schmückungen.


Diesen groben Stil empfanden wohl manche Anwender als Grund zur Verbesserung und so schuf  „Arthur Edward Waite“ das „Rider-Waite-Tarot“  (genannt nach dem damaligen Verleger „Rider“).

Das Rider-Waite Tarot ist heute das mit bekannteste und am weitesten verbreitete Spiel beim Kartenlegen. Die Abbildungen auf diesem Tarotspiel sind deutlich in ihren Aussagen und aus diesem Grunde auch von Anfängern der Kartenlegerei recht leicht zu deuten.

Beispiel  Rider-Waite Tarot  (große Arkana)
Beispiel Rider-Waite Tarot (große Arkana)
Beispiel Rider-Waite Tarot  (kleine Arkana)
Beispiel Rider-Waite Tarot (kleine Arkana)

Waite war auch Aleister Crowley Mitglied des magischen Ordens "Golden Dawn".
In fortgeschrittenen Lebensjahren schuf Aleister Crowley gemeinsam mit Lady Frieda Harris eineigenes Tarotdeck, das vorerst nur in Buchform erschien.

Aleister Crowley nannte es in Anlehnung an den ägyptischen Ursprung des Tarot das "Buch Toth". Erst 20 Jahre nach Aleister Crowleys Tod, wurde es auch als Tarotspiel aufgelegt.

Heute gehört es, neben anderen, auch mit zu den beliebtesten Tarotkarten-Spielen, was vermutlich auf die reichhaltige Symbolik und auf die ästhetisch ansprechenden Abbildungen zurückzuführen ist.

Beispiel  Crowley Tarot  (große Arkana)
Beispiel Crowley Tarot (große Arkana)
Beispiel Crowley Tarot  (kleine Arkana)
Beispiel Crowley Tarot (kleine Arkana)

Die Tarotkarten kann man zum ganz normalen Kartenlegen verwenden, jedoch auch zu sonstigen, wahrsagerischen Zwecken gebrauchen. Man kann auf eine Menge der überlieferten Legesysteme zurückgreifen oder einfach eine einzelne Frage stellen, auf die man eine klare Antwort erhält.
Für welches Legesystem man sich am Ende entscheidet, spielt keine Rolle, wichtig ist, die Aussage und Bedeutung jeder einzelnen Karte zu kennen und in Zusammenhang mit seinen Erlebnissen oder auch Ängsten zu sehen und dann zu deuten.

Steigerung der Spiritualität, des Einfühlungsvermögens und der eigenen Intuition sind durch das Kartenlegen durchaus möglich.

Über das Kartenlegen mit den Tarotkarten, deren Bedeutung und Deutung der Symbolik gibt es massenweise Bücher. Wer sich nicht zutraut, die Symbole dieses umfangreichen Kartenspieles zu deuten, sollte sich nicht scheuen, Hilfe bei einem erfahrenen Kartenleger oder einer Kartenlegerin in Anspruch nehmen.

Kurse über das Kartenlegen werden zahlreich angeboten.

 

Weitere Beipiele für Kartendecks:

Ägypten Tarot
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Drachen Tarot
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Einhorn Orakel
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Engel Orakel
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Beispiel 1 Erzengel Orakel
Beispiel 1 Erzengel Orakel
Beispiel 2 Erzengel Orakel
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Elfen Orakel
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Halloween Tarot
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Vision Quest / Indianer Tarot
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Haindl Tarot
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Inneres Kind Tarot
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Keltisches Tarot
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